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Von Wegen, die man gehen muss

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Ich weiß nicht, was es ist, aber ich fühle mich. Ich hab das Gefühl, das erste Mal wirklich auf meinen Körper zu hören. Auf seine Bedürfnisse und auf das, was er sagt.

Ich weiß jetzt zum Beispiel ganz genau, dass Sport eine der Sachen ist, die ich am meisten brauche. Ich habe das Gefühl einzugehen, wenn ich auch nur einen Tag nichts mache. Oder aber auch, dass es Momente gibt, in denen ich einfach mal allein sein muss - ganz für mich. Das habe ich früher nie zugelassen, ich bin immer unter Menschen gegangen, selbst wenn alles in mir sich dagegen gewehrt hat. Ich wusste, dass ich Angst habe, aber ich habe mich mit Hand und Fuß dagegen gewehrt. Ich wollte doch niemanden enttäuschen. Was ich allerdings nicht verstehen wollte, war, dass ich mich dabei selbst enttäuscht habe. Ich habe geweint und habe mich dafür bestraft. Auf Kindergeburtstagen habe ich mich nie - ausnahmslos nie - wirklich wohl gefühlt. Ich habe mich insgeheim gefreut, wenn ich keine Zeit hatte für einen Geburtstag, aber…

JETZT oder NIE

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Schätze das, was du bist. Du bist die einzige Person in deinem Leben, die du steuern kannst. Die einzige Person, dessen Fehler du anschauen und direkt ändern kannst. Die Person, der du nicht beim Leben zuschauen musst, sondern selber erleben kannst. Das bist DU. Und hier geht es nur um DICH. Schätze dich und dein Leben, es ist alles, was du bedingungslos haben kannst.

Jetzt überleg einmal,

Wie oft hast du schon in den Spiegel geschaut und gedacht: "Ein bisschen weniger hier, etwas mehr da"?

Wie oft hast du an dir herunter geschaut und gedacht: "Heute esse ich nichts mehr, das kann ich mir nicht leisten"?

Wie oft hast du die anderen angeschaut und gedacht: "Wieso haben die so einen Traumkörper und ich nicht?"?

Wie oft hast du weggeschaut, als du vor dem Spiegel standest und gedacht: "Das kann kein Make-Up auf der Welt mehr retten"?

Wie oft hast du ein Lachen unterdrückt, weil du die Fältchen nicht magst oder deine Zähne, das Geräusch, was du von…

CALLING for AUTUMN

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- Eindrücke des letztjährigen Herbstes - Kälte und Nebel, dicke Schals und rosa Wangen, bunte Blätter und heiße Schokolade. Kuschelige Pullover und duftende Kerzen, Kürbisse und kochender Tee. 
Ich hatte schon immer etwas für den Herbst übrig - noch ein bisschen mehr als für die anderen Jahreszeiten, der Herbst war einfach immer schon meins. Der Herbst hat so viel zu bieten. Es gibt richtig sommerliche Tage und dann steht schon der Winter vor der Tür. Der Herbst ist kalt, aber nicht zu kalt. Ich kann mich schön einkuscheln und wohlfühlen, die frische, kühle und irgendwie besonders saubere Luft draußen macht Spaziergänge zu dem ganz besonderen Herbsterlebnis - vor allem wenn man sich mitten in einem Meer aus buntem Laub und Kastanien wiederfindet. Und sind wir mal ganz ehrlich - es gibt kaum was Schöneres als einen heißen Tee oder Kakao mit ein paar Keksen (oder auch schon Plätzchen, was ich aber sogar wirklich bis zur Weihnachtszeit vermeide *stolz auf die Schulter klopfen*), wenn man…

du und sie?

Und die Frau, die dich geliebt hat, die einzige Frau neben deiner Mutter, die dich jemals richtig lieben wird, die liegt jede einzelne Nacht wach in ihrem Bett. Diese Frau denkt immer noch jede einzelne davon an dich, doch diese Frau hat ihr Lächeln für dich verloren. Diese Frau leidet, du tust ihr weh. Jede Nacht liegt sie einsam in ihrem Bett, wünscht sich, du würdest auch nur einmal neben ihr liegen. Wünscht sich, dass deine Worte endlich wieder die letzten wären, bevor sie glücklich einschläft. Sie wünscht sich, dass du bei ihr wärst, doch du hast andere Frauen bei dir. Frauen, denen du die roten Herzchen nur so um die Ohren wirfst - die Herzen, die du ihr nie geschickt hast, obwohl ihr euch so nahe standet, weil diese Frau einfach viel zu wertvoll dafür war - und das ist sie immer noch, sie ist die selbe Frau, an die du Tag und Nacht denken musstest, der du spaßend erklärt hast, dass sie die eine ist und dabei jedes Wort ernst gemeint hast. Das ist die Frau. Die Frau, die du scho…

Über die Liebe.

"Geliebt zu werden und zu lieben ist das schönste Gefühl auf der Welt"

Der Satz, der mich verfolgt. Ich bin ehrlich, als ich den Satz gelesen hab', begann mein Kopf zu arbeiten. "Das stimmt schon, oder nicht?" "Du bist klüger als das. Mach es nicht so einfach!"
Jemand fragte mich einmal, nach einem richtig schweren Thema, das viel Spielraum für eigene Gedanken und Theorien ließe. Er erwartete Vorschläge, wie "Recycling - ja oder nein?", aber den Gefallen konnte ich ihm nicht tun. Ich hatte ganz leise gesprochen, das Wort schlüpfte unbemerkt über meine Lippen, als hätte ich es nie gedacht. 
"Liebe."
Die Liebe ist der einzige Antrieb in unserem Leben. Manche handeln ganz bewusst aus Liebe in ihrem Leben. Andere sind fest davon überzeugt, dass sie besseres zu tun hätten als zu lieben. Und sie haben Recht. Keiner von uns liebt aktiv, bewusst. Wenn wir lieben, dann breiten sich die Gefühle wie ganz von selbst in uns aus. Während wir uns…

Um das Glück zu suchen. - KURZGESCHICHTE

Das hier war neu, alles war neu. Hayley grinste. Das war gut. Es war genau das, was sie wollte. Und das würde ihr niemals jemand glauben. Bis vor wenigen Sekunden hatte nicht einmal sie es geglaubt. Aber es war wahr. Hayley hatte immer hier her gewollt. Hayley hatte es immer gewusst und trotzdem nie verstanden. Immer war sie anders gewesen als die anderen und immer lag ihr der Gedanke daran wie ein großer Stein im Weg. Hayley würde mal die warme Seeluft vor Afrika um die Ohren wehen? Hayley würde sich mal von ihrer ganzen Welt verabschieden? Die Hayley? Die kleine, schüchterne Hayley? Die, die Kürbisse schnitzte und Laubschlachten machte? Die, die im September schon vor Weihnachtsstimmung platzte? Die, die geweint hatte, nachdem sie an einem schlechten Tag nach Hause kam? Die Hayley stand jetzt nur mit einem Rucksack voll leeren Büchern, Fotos und Kleinigkeiten auf südafrikanischem Sand? Genau die. Und sie war glücklich. Endlich war sie glücklich. Natürlich war alles neu. Hayley hatte…

Talking about ANXIETY and BORDERS

Die letzten Wochen waren ein totaler Rückfall. Gestern, Dienstag - heftige Panikattacken, ehrlich, ich kam beide Male an dem Punkt an, da wollte ich nicht mehr. Ich hab mich gehasst, ich hab mich wirklich gehasst. Für das, was ich bin und für das, was ich nicht bin. Das, was ich nicht sein kann. Jetzt nicht, während der Zeit meines Lebens.

"Man ist nur einmal jung", sagen sie. Von den Problemen, den Ängsten, den Momenten, die einen fertig machen, erzählen sie nichts.

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein absolut positiver Mensch und dankbar für alles, das ich erleben darf, ich versuche wirklich jeden Moment meines am Ende doch zu kurzen Lebens zu genießen und das gelingt mir auch ziemlich gut. Aber ich bin ein Mensch, ich hab Gefühle und ich hab Probleme. Die Probleme versuche ich zu bekämpfen. Die Gefühle auch, aber das ist falsch. Ich mag Mathe. Ich mag den Gedanken, alles zu schaffen, für alles einen Lösungsweg zu finden, ich mag es wirklich. Ich liebe die Herausforderu…